Donnerstag, 11. Juni 2009

Familientreffen und Van Gogh

Seit meinem letzten Post sind bereits wieder fast 2 Monate vergangen. Diese waren nicht die aufregendsten, aber vermutlich die ausgefülltesten meines Lebens.
Über meine neue Arbeit in Erlangen konnte ich Anfang April noch nicht so viel berichten, da ich noch zu neu dort war. Inzwischen sind es über 2 Monate, doch fühle ich mich, als wäre ich schon seit Jahren dort. Ich habe sehr viele Kolleginnen und Kollegen von allen möglichen Abteilungen kennen gelernt und fühle mich rundum wohl.
Die Arbeit ist voller Herausforderungen, doch habe ich in der Zwischenzeit einiges erreicht: die Seite der Graduiertenschule ist ergänzt und aktualisiert, der Blog der Graduiertenschule läuft reibungslos, alle Projekte gehen gut voran und im Sommersemester noch finden die ersten 3 von mir organisierten Veranstaltungen statt. Das Angebot scheint gut anzukommen: die Besucherzahlen auf der Internetseite haben sich nahezu verdoppelt. Gestern habe ich die Flyer der Graduiertenschule erhalten und zur Verteilung vorbereitet, morgen sollen die Plakate aus der Grafik kommen.
Die Sichtbarkeit der Graduiertenschule ist natürlich nur 1 von vielen Projekten. Vermutlich kann ich schon bald mehr berichten.
Aber nicht nur aus Arbeit - egal wie gut sie ist - besteht das Leben.
Die Highlights der letzten Monate waren ganz klar 2: meine Tour durch die Schweiz mit Kira, über Pfingsten, und das Hinrichs-Familientreffen in Nürnberg inkl. Besuch der Freundin meines Bruders in der letzten Woche. Über das nächste Highlight - Mamas Besuch in Nürnberg ab morgen - berichte ich einfach ein andermal.
Kira und ich hatten schon lange geplant, uns mal wieder zu besuchen. Unser Silvester in Winterthur hat heuer nicht stattgefunden, weil ich die Zeit für die Vorbereitung auf die Disputation nutzen wollte, die ja ursprünglich Ende Januar hätte stattfinden sollen. Im März war der Wasserschaden, weswegen wir Kiras Besuch absagten. Pfingsten wollten wir uns also wiedersehen. Ursprünglich wollte sie nach Nürnberg kommen, dann entschieden wir um, damit wir nach Basel in die Van Gogh-Ausstellung gehen konnten.
Am Freitag vor Pfingsten stieg ich in aller Herrgottsfrüh in einen Flieger ein und war eine Stunde später in Zürich. Kira holte mich am Flughafen ab, und weil wir beide nicht viel Schlaf bekommen hatten (der Flug ging um 6h30!), fuhren wir als allererstes ein Starbucks an.

Den Tag verbrachten wir recht faul in der Sonne auf der Terrasse, erzählend (war ja viel nach zu holen), lesend, lachend. Abends gingen wir recht fein in den Roten Turm zu Abend essen. Mir war nicht bewusst, dass man von Winterthur aus die Alpen sieht:

Das Essen war lecker und lustig (wie könnte es mit Kira auch anders sein?! :) )
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Wieder zu Hause machten wir zwar noch eine Flasche Sekt auf, doch wurden wir darüber nicht alt: nach nur einem Glas war Feierabend.
Am nächsten Morgen, nach einem gemütlichen Frühstück, machten wir uns auf dem Weg zu unserer Schweiztour: Bern, Hasensprung, Basel.

Bern ist ja eine wunderschöne Stadt. Nicht nur wunderschön, sondern auch (durch die vielen Bären, Wahrzeichen der Stadt, die überall zu sehen sind) ausgesprochen sympathisch.
Wir fingen auf dem Rosengarten an, bei dem die Rosen nicht so sehr beeindruckten wie die Irisse und die Sicht über die Stadt.


Die Innenstadt ist geprägt von Arkaden (Lauben genannt), die zusammen die längste überdachte Einkaufsstraße Europas darstellen. Zwischen den Lauben gibt es Eingänge zu tiefen Kellern, in denen sich ebenfalls Einkaufsläden befinden.

Die Stadt ist Weltkulturerbe, überall in der Stadt sind Statuen des mutigen Bärenerlegers zu sehen:

Besonders gefallen hat mir das letzte Bild, Version "der Bär schlägt zurück". Hier nochmal ein Detail:

Bern ist allerdings nicht sehr groß, so dass wir nach wenigen Stunden schon auf dem Weg zum Hasensprung waren.
Kaum zu glauben, aber es gibt ein Straßenschild zu diesen 2 Häuschen am Ende vom nix.

Am Hasensprung wohnen meine Freundin Line mit ihrer Tochter Aurora und ihrem Mann, Armin.

Aurora ist inzwischen ziemlich groß, ein kluges, aufgewecktes Mädchen. Sonst hat sich nicht viel verändert.
Line schreibt inzwischen als freie Autorin, sie las uns ihren ersten Kurzkrimi vor.

Wir schliefen inmitten von Glockengebimmel (der Nachbar hat Kühe, die nachts weiden wegen der Hitze), am nächsten Morgen brachen wir nach einem kräftigen Pfannkuchenfrühstück wieder auf.

Der nächste Halt war das Kunstmuseum in Basel, wo wir eine beeindruckende Van Gogh-Ausstellung besuchten.

Es waren 70 Werke ausgestellt, darunter viele, die ich noch nicht kannte (Wahnsinn, wieviel dieses Genie in kürzester Zeit produzierte). Van Gogh ist bei weitem mein Lieblingskünstler (und leider nicht nur meiner: die Ausstellung war am Pfingstsonntag gestopft voll!), es war einfach wunderschön.
Nach einer ereignisarmen Rückfahrt nach Winterthur haben Kira und ich dann gemeinsam Sushi zubereitet und verspeist.

Nachts saßen wir noch auf der Terasse und haben gemütlichst ein Gläschen Sekt getrunken, als wir Sirenen hörten und in ziemlicher Nähe eine lodernde Flamme zu sehen war. Kira ist bei der freiwilligen Feuerwehr tätig, und so machten wir uns auf, das Ganze aus nächster Nähe anzuschauen:

Das Dachgeschoss eines leerstehenden, kurz vor dem Abriss stehenden Hauses ist komplett abgebrannt.
Erst sehr spät waren wir dann endlich im Bett, wodurch der Pfingstmontag, mein letzter Tag in der Schweiz, eher gemütlich ausfiel. Wir haben Zeichnungen von Kira angeschaut (sie kann wirklich unglaublich gut malen!), Röstis gegessen, und machten uns dann am Abend wieder Richtung Zürich auf.
Die ersten Tage danach sind immer etwas schwer: obwohl Kira und ich niemals in der Nähe voneinander gewohnt haben, bleibt nach dem Urlaub immer dieses Gefühl, wie toll es doch wäre, eine solche Freundin nahe bei sich zu haben, sich öfters zu sehen, öfters was miteinander zu unternehmen. Naja, zumindest haben wir in den letzten Jahren immer diese Paar Tage im Sommer einrichten können, wo wir zusammen unterwegs sind. Zu wenig, für solch eine gute Gesellschaft, aber trotzdem toll.
Die nächste Woche war durch den Feiertag eher kurz, am Freitag das nächste Highlight: Benjamins Freundin Ana kam zu Besuch. Sie kennen sich aus Brasilien, wo sie gemeinsam die Schule besuchten, verloren sich viele Jahre aus den Augen und haben sich vor einigen Jahren über Internet wiedergefunden und sind sich näher gekommen. Sie lebt momentan noch in England, Anfang nächsten Monats zieht sie nach Brasilien zurück. Sie ist ein super nettes Mädel, hat durch die Umzüge Deutschland (wo sie 6 Jahre lebte) - Brasilien viel auch mit unserer Geschichte gemeinsam. Es ist problemlos möglich, mit ihr in Sprachenkauderwelsch zu sprechen, Deutsch, Englisch, Portugiesisch gemischt. Dadurch, dass sie von Freitag bis Sonntag bei uns einquartiert waren, hatten wir zahlreiche Gelegenheiten für Gespräche, die wir auch fleißig genutzt haben.
Am nächsten Tag war dann Familientreffen der in Deutschland verstreuten Hinrichse.
Es kamen meine Tante und Onkel 2. Grades aus Magdeburg, dazu ein Kusin 2. Grades meines Vaters, mit seinem Sohn und dessen Freundin, Benjamin, seine Freundin Ana, Steffen und ich.

Leider regnete es sehr viel, wodurch wir von Unterstand zu Unterstand gewechselt sind, die Führung durch Nürnberg war sehr nass.
Wir trafen uns am Bahnhof, gingen über die Lorenzkirche, Heilig-Geist-Spital, Hauptmarkt, Frauenkirche, Rathaus, Lochgefängnisse in ein fränkisches Restaurant, wo wir deftigst zu Mittag aßen.

Anschließend liefen wir auf die Burg, über die Gärten runter bis zum Henkersteg (der wegen Einsturzgefahr leider gesperrt ist). Dann über den weißen Turm / Ehekarrussel in ein Cafe. Dann mit dem Auto zum Reichsparteitagsgelände, wo Dank Rock im Park leider sehr wenig nur zu sehen war.
Abends dann gingen wir noch ins Lederer, um den Tag ausklingen zu lassen.

Es war ein spannender Tag, schön, alte Gesichter wieder zu sehen, interessant, weitere Familie kennen zu lernen.
Das nächste Familientreffen widmet sich der Familie meiner Mutter und ist für die erste Julihälfte geplant. Aber jetzt kommt erstmal meine Mama her. Ich werde berichten...
Alle Bilder aus der Schweiz gibt es hier, die unterschlagenen vom Familientreffen sind hier zu sehen.

Montag, 13. April 2009

Ich lebe noch! ;)

Das Jahr ist bereits weit fortgeschritten und ich habe mich bisher überwiegend in Schweigen gehüllt. Dabei hängt es keineswegs damit zusammen, dass nichts passiert wäre, im neuen Jahr. Eher im Gegenteil: es war fast zuviel los.
Meine für Ende Januar geplante Disputation wurde verschoben. Das war ganz gut, da ich an den Folgen eines Bandscheibenvorfalls litt und mich kaum hätte vorbereiten können.
Überhaupt verbrachte ich wegen der Schmerzen in den letzten Monaten viel Zeit zu Hause (viel mehr als mir lieb war).
Meine Mama kam, wie geplant, in der 2. Januarhälfte, wir fuhren, wie geplant, mit Mama und Benjamin meine Schwiegerfamilie besuchen. Ungeplant war, dass Fuchur bei einem Spaziergang beschloss, fliegen lernen zu wollen. Sie sprang eine Mauer hinauf, die auf der einen Seite lediglich 60cm hoch war, auf der anderen Seite jedoch 6m runter ging. Glücklicherweise ist Fuchur ja ein Glückdrache (der im Original auch fliegen kann), die mit recht wenig Schaden davon kam: sie federte den Sturz mit der linken Vorderpfote ab, wodurch sie nicht starb, sondern sich lediglich die Bänder riss. Alle. Nach einer Operation musste sie 3 Wochen mit Gips, danach 3 Wochen mit Verband rumlaufen und muss sich bis jetzt schonen. Das Gelenk wurde mit einer Metallplatte versteift, aber ansonsten fehlt dem Hund nichts. In den letzten Tagen zeigt sie auch erhöhten Auslaufbedarf, was an sich ein sehr gutes Zeichen ist.
Ich, meinerseits, schleppte mich von Arzt zu Arzt und von Behandlung zu Behandlung, bis ich in die Hände eines Neurochirurgen geriet, der scheinbar weiß, was er da tut: seit 4 Wochen geht es mir kontinuierlich besser. Ich zahle meine Besserung mit schmerzhaften wöchtentlichen Spritzen in den Rücken, aber es lohnt sich: allein, dass ich über die Spritzen meckern kann, zeigt, dass der Rücken nicht mehr so schlimm ist! :)
Der Februar war von rumliegen und leiden geprägt, unterbrochen lediglich von einem 2. Wasserschaden (den ersten hatten wir im November, der war aber nicht so erwähnenswert, im Gegensatz zum letzten). Der war durch die obere Wohnung verursacht und setzte unsere unter Wasser: Wohnzimmer, Steffens Büro, Bad, Küche und Flur sind betroffen. Somit haben wir eine Wohnung mit der verwunderten Situation, dass jeder Raum genau einmal von einem Wasserschaden betroffen war und die Wohnung komplett renoviert / neugestrichen werden muss. Viel Spaß mit den Versicherungen...
Die erste Hälfte des März stand unter dem Stern meines Abschieds aus Bamberg (ich hatte glücklicherweise bei meinem letzten Versuch, zu arbeiten, den Laptop mit nach Nürnberg gebracht, in weiser Voraussicht, dass ich so bald nicht würde nach Bamberg kommen können. Deswegen konnte ich die meiste Arbeit aus dem "Home"- bzw. "Bed-office" in Schonhaltung ausführen, was sich m.E. allein schon dadurch gelohnt hat, dass die Übergabe reibungslos verlief).
Nachdem das geschafft war, stand eine Konferenz im Raum, zu der ich bis im letzten Moment nicht sicher war, ob ich (aus gesundheitlichen Bedenken) würde teilnehmen können. Es war die Game Cultures in Magdeburg, an der ich ebenfalls einen Vortrag halten sollte. Was ja schon per se aufregend genug gewesen wäre, auch ohne zu wissen, dass Bartle im Publikum sitzen würde (für Details verweise ich einfach auf meinen Dissblog). Meine Teilnahme beschränkte sich leider auf wenige Vorträge und Sessions (und das mit 1,8g Ibuprofen am Tag), aber allein das Treffen mit Bartle machte natürlich alles wieder gut.

Außerdem besuchte ich in Magdeburg meine liebe Familie "2. Grades" (Onkel und Tante 2. Grades, Cousins 2. Grades, Nichten und Neffen ca. 4 Grades), wo ich mich seit jeher sehr zuhause fühle. Es geht allen gut, der Sohn aus Hamburg war mit seinen 2 Kindern ebenfalls da (leider war seine Frau, mit der ich sehr gut kann, nicht dabei), es waren also fast durchgehend 6 Erwachsene und 4 Kinder da, was große Abwechslung bedeutete. Es wurde - wie könnte es anders sein - Rotkäppchen getrunken, im Garten gearbeitet und - neu! - Englisch mit der Großen Nichte (höheren Grades) gelernt. War also eine rundum gelungene Reise.

Kurz nachdem ich wieder in Nürnberg war, kam auch Line hierher und wir trafen uns. War toll, eine alte Freundin wieder zu treffen...

Wenige Tage später kamen uns mein Schwager mit seiner Freundin besuchen. Leider war ich nicht so einsatzfähig, wie ich es mir gewünscht hätte (Spaziergänge und Bogenschießen musste ich z.B. auslassen), aber es hat gereicht, dass Sarah und ich zusammen nähen konnten: Mittelalterkleider, wie wir es uns Weihnachten vorgenommen hatten. Verarbeitet wurden ca. 15m Stoff, knapp 500m Faden und 6 Flaschen Sekt! ;)
Aber sie sind toll geworden, unsere Mittelalterkleider!

Danach war wirklich alles nur Urlaub, bevor ich am 1. April meine neue Stelle an der Uni in Erlangen angetreten habe.
Natürlich ist es noch viel zu früh, um etwas begründetes über die neue Stelle sagen zu können, aber eins vorab: Volltreffer.
Nicht nur ist die Fahrtzeit erheblich kürzer und es gibt viel mehr Fahrtmöglichkeiten, womit dieser Zwang, dann und dann fertig gearbeitet zu haben, um den Zug zu erwischen, wegfällt. Überhaupt ist alles viel entspannter. Dieser Neuanfang war längst überfällig, und ich freue mich sehr, dass ich ihn bekommen habe.
Erlangen ist toll, die Uni liegt wunderschön an der Stadtmitte, an der Fußgängerzone und am Schlossgarten, die Kollegen sind sehr nett und die Arbeit macht Spaß - auch wenn es nicht gerade wenig zu tun gibt. Ich freue mich jedenfalls sehr. Ich gehe am Sonntag schlafen und freue mich auf den Montag. Ich freue mich auf die Arbeit. Ich tüftle an Lösungen für verschiedene Probleme und habe das Gefühl, ich kann etwas bewegen. Und außerdem... scheint die Sonne pausenlos, seit der April begonnen hat. Ich gehe mittags in der Sonne zum Essen (gelegentlich esse ich auch in der Sonne :) ), ich komme abends noch bei Helligkeit nach Hause.
Gestern war der Benjamin zum Osterbrunch bei uns, wir waren nachmittags am See spazieren. Und meinem Rücken geht es soweit gut, dass ich heute mit dem Hund das erste Mal in vielen, vielen Monaten, wieder im Wald spazieren war. Kräuter pflücken. Gierschgemüse mit Reis und so.
Momentan kann ich nur eins sagen: Life's good! :)

Sonntag, 18. Januar 2009

Die lange Reise eines Buchs...

Vor langer, langer Zeit (nein, nicht schon wieder so eins! :) ), nein, so lange ist es noch gar nicht her. Als wir zum Urlaub nach Brasilien flogen, empfahl mir ein Bekannter, der im Projekt Sieben arbeitet, einige neue Bücher. Darunter war der erste Band einer Reihe eines vielversprechenden Autors, James Barclay, der Reihe "Die Chronik des Raben", bestehend aus 6 Büchern. Hätte ich damals bereits gewusst, was ich wegen dieser Reihe leiden würde, ich hätte mit dem ersten Band nicht angefangen. Aber ich wusste es nicht, also las ich. Genüsslich, muss ich zugeben. Die Bücher sind hervorragend geschrieben, und wer auf Kämpfe, Drachen und Magie steht, der MUSS sie gelesen haben. Sie hielten mich jedenfalls fest umklammert.
Nach Band 1 kamen Band 2 und 3. Bei Band 4 allerdings, entstand ein Problem: in der Bahnhofsbuchhandlung (wo ich die Bücher der Einfachheit halber hole, wenn ich auf dem Weg in die Arbeit bin) hatten sie es nicht. Kein Problem, dachte ich mir, im Projekt 7 haben sie's bestimmt. Leider auch nicht. Auch nicht bei Amazon. Auch nicht in den anderen 7 Buchhandlungen, wo ich gewesen bin. Auch nicht bei anderen online-Anbietern wie Libri oder Bücher. Auch nicht bei Buchticket, und auch nicht bei Ebay. Und keine Buchhandlung konnte diesen Band nachbestellen, weil er einfach restlos ausverkauft sei. Einfach überall.
Ich dachte mir, das kann ja wohl nicht sein!
Neu kosten die Bücher gerade mal 7,95€, das einzige Exemplar, was ich bei Amazon fand, gebraucht, war für 79,95€ (!!!) angeboten. Frechheit.
Dann fragt man sich: wie kommt sowas zustande? Würde ein Verlag von einer Secherreihe einen Band einfach weniger oft drucken?? Oder ist dieser Band SO GUT, dass ihn jeder haben will?
Ich, also, den Verlag angeschrieben. Die Antwort fiel total nichtssagend aus: "ja, gibt es nicht, auch keine Rest, auch keine Aussicht auf Neudruck, Sie müssten es bei Antiquitätsläden oder Gebrauchtbücherläden probieren".
Schweinerei!!!
Ich, mal wieder, bei ebay gestöbert und tatsächlich: ein Exemplar war drinnen, von einer Online-Buchhandlung, zum Sofortkaufpreis wie im Buchladen! Ich konnte mein Glück kaum fassen, mein Gebot abgegeben und wenige Minuten später online überwiesen. Habe vom Verkäufer auch kurze Zeit später die Bestätigung bekommen, dass die Einzahlung eingegangen und das Buch unterwegs sein.
Tag für Tag wartete ich auf mein Buch. Nichts geschah.
8 Tage später schrieb ich dem Verkäufer eine Mail, dass ich das Buch noch nicht erhalten hätte. Seine Antwort (recht verdächtigt, wenn Ihr mich fragt!) lautete, die Post habe das Buch bestimmt verloren, sie entschuldigen sich und überweisen mir das Geld umgehend zurück. 2 Stunden später hatte ich das Geld wieder auf dem Konto, aber immer noch kein Buch. Also schrieb ich wieder hin, ich sei mehr an dem Buch als an dem Geld interessiert. Ja, das tue ihnen auch sehr leid...
Inzwischen war der November auch schon rum, ich wollte kein anderes Buch anfangen, um die Reihe nicht zu unterbrechen, hatte aber keine Ahnung, wo ich den 4. Band noch herkriegen sollte. Dann las ich doch (für einen Durchschnitt von 5-6 Büchern pro Monat ist ein kompletter Monat ohne ein Buch doch eine erhebliche Umstellung!) das eine oder andere. Ausgezeichnete Bücher, gar keine Frage.
Als ich mich dann einmal bitterlich darüber beklagte, dass ich dieses Buch so gerne hätte, hatte meine Freundin Kira, die in der Schweiz wohnt, eine geniale Idee: möglicherweise gäbe es das Buch noch in der Schweiz irgendwo? Eine Buchhandlungsreihe hatte auch genau das, was wir gebraucht haben: eine online-Übersicht der in den Filialen vorhandenen Büchern. Buchtitel eingeben, schauen, wo es das Buch gibt, reservieren, abholen, fertig. Ja, das Buch gab es dann auch tatsächlich: in Zug!!!

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Keine Ahnung wo das liegt? Ich auch nicht. Aber gar kein Problem: Kira hat eine Freundin, die dort wohnt, die bestimmt gerne das Buch für mich abholt. So war's also: Kira rief die Buchhandlung an und ließ das Buch zurücklegen. Danach rief sie ihre Freundin an, verdonnerte sie dazu, das Buch zu holen, und schließlich trafen sie sich, um das Buch zu übergeben. Danach ging der "Himmelsriss" noch per Post nach Deutschland, wo ich ihn heute morgen im Briefkasten fand. 2 Monate ohne Bücher, alles nur für dieses hier:

Meinen fleißigen Helfernleins meinen allerherzlichsten Dank dafür, dass ich endlich (mit vor Aufregung geröteten Wangen) weiß, wie es mit Julatsa und Balaia weiterging (hab die ersten 200 Seiten in ca. 3 Stunden verschlungen, bis heute abend bin ich durch!)!!! Die Drachen werden Euch ewig danken!

PS. Die aktuellen 2 Exemplare, die bei Ebay zu finden sind, sind - obwohl noch 3 Tage bis Versteigerungsende ist - bereits beide auf über 20€ + Versand.

Sonntag, 4. Januar 2009

2009

Hallo im neuen Jahr!
Danke der Nachfrage, wir haben Silvester überlebt! :)
Wir feierten bei uns zu Hause, mit einigen Freunden und Freundesfreunden (hauptsächlich über Deutschland und Frankreich verirrte Brasilianer).

Es gab eine Kartoffel- und eine Fleischsuppe
, eine Philadelphia-Torte und einen Nutellaauflauf, den die Carol Chiao vor Ort zubereitete. An den erinnere ich mich zum Glück nicht mehr all zu gut. Ich weiß nur, dass 2 Tafeln Schokolade, eine Packung Butter, fünf Eier, viel Zucker und ein halbes Glas Nutella darin Platz hatten. Er wurde im Wasserbad gekocht und warm zu Vanilleeis serviert.

Er war absolut zum sterben! Zum Glück habe ich das Rezept nicht. Sollte ich es leider bekommen, werde ich es Euch gerne mitteilen, damit Ihr mit mir leiden müsst! Muhahahahah

Dazu gab es das eine oder andere Gläschen Sekt (und sogar eine Flasche echten Champagner!)

einige Golfspiele und ein Mariokart-Turnier an der Wii
















Das Feuerwerk sahen wir uns in Altenfurt selber an. Bei den herrschenden -15°C wäre alles, was zu weit war, auch zu weit gewesen!


















Wir hatten großen Spaß! :)

Leider hat sich so ein Irrer ( ;) ) in unser offizielles Silvesterphoto hineingeschlichen, das soll uns aber nicht daran hindern, allen ein GESEGNETES, GLÜCKLICHES 2009 ZU WÜNSCHEN!!!!

Sonntag, 28. Dezember 2008

Es war einmal, vor langer, langer Zeit...

... so fangen die meisten Märchen an (frag mich, ich MUSS es wissen! ;) ).
Dieses Weihnachten liegt noch nicht lange zurück, trotzdem fange ich die Geschichte genau so an.
Es war einmal eine Familie: Vater, Mutter, 4 Kinder, davon 2 Jungs und 2 Mädchen. Sie feierten Weihnachten immer zusammen. Nach der Scheidung der Eltern, feierten sie bei der Mutter.
Die Kinder wurden erwachsen, heirateten, bekamen eigene Kinder, kauften sich Hunde. Der Anhang der Kernfamilie hatte ebenfalls Familie, so dass Weihnachten immer größer und größer wurde. Schließlich wurde Weihnachten auf viele Tage aufgeteilt, damit alle gemeinsam feiern konnten.
Nur eine Mayerin hatte keine Familie in der Nähe, so dass sie auf allen Feiern von allen eingeladen war. Und so ergaben sich 5 Tage futtern am Stück! :)
Am Montag, den 22.12, führen wir nach Wolfhagen. Am 23. hatte Steffen einen Termin in Paderborn - und mit Weihnachtsverkehr kann man nicht scherzen. Dies erwies sich als sehr gute Wahl. Während Steffen in Paderborn seinen Geschäften nachging, Kevin und Uki arbeiteten, hatte ich Zeit, zu lernen, um mich auf meine Prüfung vorzubereiten. Es sind heute nur noch 1 Monat und 1 Tag bis zum großen Tag!
Der Tag war sehr ergiebig und als ich die Bücher wegräumte, tat ich es mit einem guten Gefühl. Abends gingen wir zu Judith und Kevin, wo Kevin zwar nicht anwesend war (weil er arbeiten musste), dafür sein Bruder Normen und seine Mutter Edel. Wir aßen gemeinsam, tranken Sekt, spielten "Engelchen flieg!"
, ich las Leeann einige Bücher vor und durfte sie dann auch umziehen. Das war der Beginn einer neuen Liebesgeschichte, befürchte ich! :)
Gegen 22h kam Kevin von der Arbeit heim, wir saßen noch lange zusammen, nachdem die Mütter wieder gegangen waren.
Am 24. holte Uki Leeann gleich in der Früh ab, damit Kevin und Judith noch in Ruhe vorbereiten konnten. Nachdem sie einkaufen waren, half mir Leeann, die Einkäufe auszupacken und benannte dabei alles: Bohnen, Tomaten, kleine Gurke, große Gurke, Kandiszucker (für den Tee). Wer - wie ich - nur selten bis nie Gelegenheit hat, mit einem Kind im Alter von knapp 3 Jahren zu interagieren, dem fällt der Kiefer ganz schön ab.
Das bereits vorbereitete Essen hatte Uki eingefroren. Nun sollte es jetzt auftauen - tat es aber nicht. Und weil Uki keine Mikrowelle hat, wurden die Sachen in Töpfe auf kleinster Flamme auf den Herd gestellt. Leeann war dafür zuständig, die Suppe aufzutauen - was sie mit Hilfe von "Eispickeln", Schöpfkelle und viel rühren hervorragend bewältigte.

Steffen fuhr zu Judith und Kevin, um mit den Hunden die große Runde zu laufen. Chris, Steffens jüngerer Bruder, konnte nicht dabei sein, da er arbeiten musste. So konnten von den Geschwistern nur 2 anwesend sein.
Plötzlich war es Heiligabend, wir packten alles ins Auto und fuhren rüber, wo wir feierten wollten. Zusätzlich zu den Mayers waren noch Eltern bzw. Geschwister von meinen Schwippschwagern anwesend.

Wir warteten lange auf das Christkind
- wobei wir uns alle unsicher sind, ob Leeann uns das mit dem Christikind, das Geschenk bringt, noch abnimmt. Als sie die Geschenke sah, erkannte sie eins, was bei Uki auf dem Tisch stand und fragte "Oma, was hast Du da drin?". Dann ging die große Bescherung los. Man sah, dass Leeann von den vielen Geschenken etwas überfordert war. Von Oma Edel bekam sie einen Kaufmannsladen, von dem sie sich tagelang nicht lösen konnte. Da fiel es schwer, für andere Geschenke noch Zeit zu haben! :)

Chris rief wieder an, und schaffte es, dass alle Anwesenden für ihn am Telefon Weihnachtslieder sangen (Kevin und ich standen zu dem Zeitpunkt auf dem Balkon). Auf einmal schreit's von unten "DAS GEHT AUCH LAUTER" - und Chris steht unten. Nein, er hat nicht kurzfristig frei bekommen: er hatte das geplant! Natürlich ist ihm die Überraschung sehr gelungen! Wir haben uns total gefreut, dass er auf einmal und wider Erwarten doch da war!

Nach dem Essen blieben wir noch lange zusammen sitzen.
Als wir gegen 2 Uhr in der Früh heimkamen, konnte ich noch meine Mutter und meine Schwester anrufen, die bei 35°C im Schatten nicht so richtig weihnachtlich klangen! Meinen Vater habe ich leider nicht mehr erreicht (erst am nächsten Tag wieder). Das ist das Gute an Zeitverschiebung! ;)
Am nächsten Morgen wollte ich mit dem Hund rausgehen, aber weil das bei Uki nicht so gut geht (ich war dank Schleimbeutelentzündung an der Hüfte nicht wirklich mobil), habe ich Judith angerufen: lass uns eine rauchen gehen und die Hunde dabei rauslassen. Danach plante ich, wieder zu Uki zurück zu fahren. Nach den Hunden war Leeann dran, wir lasen und spielten, und bevor ich mich versah, kamen wieder die Gäste zu "Weihnachten Teil II".

Steffen musste meine Anziehsachen und Schminkzeug mitbringen, so dass ich zumindest ein wenig nach was aussah. Inzwischen hatte es sich schon etabliert, dass Leeann sich "mit mir" schminken geht.

Überhaupt: sie folgte mir auf Schritt und Tritt, wir hatten viel Spaß zusammen! :)
Nachdem alle Gäste da waren, hab es wieder leckeres, reichliches Essen, viele Geschenke, viel Spaß.

Abends durfte ich Leeann wieder umziehen. Als sie dann Zähne putzen sollte, durfte die Mama nicht mehr, aber Tante Moni durfte *grins*. Dafür hat man ja Tanten, oder? :)

Tante Moni ist etwas unbeholfen und aus der Übung - was mir sowohl Kind als auch Mutter nicht übelnahmen, sondern über meine kleinen Ausrutscher so hinwegsahen, dass ich mich richtig was trauen konnte :)
Am nächsten Tag, am 2. Weihnachtsfeiertag, kochte Kevins Vater (der Koch ist) das Mittagessen. Seine Eltern (Urgroßeltern von Leeann) waren dabei, und wir waren dankenswerterweise ebenfalls eingeladen.

Es gab Schweinelendchen mit Rosenkohl mit Speck und Zwiebeln, Spargel, Kroketten und kleine Kartoffelpuffer, Pilze und selbstgemachte Sauce Hollandaise.

Obwohl wir es nicht für möglich gehalten hätten, haben wir wieder gegessen!
Leeann hat von den Urgroßeltern eine Chou-Chou-Puppe bekommen. Wenn sie Batterien hat, dann macht sie Geräusche (Zufriedenheitsgrunzer, Gähnen usw.). Nur: wie bekommt man Batterien rein, wenn das Kind die Puppe keine Sekunde aus der Hand gibt und einen Tobsuchtanfall kriegt, wenn Papa sich unbefragt der Puppe bemächtigt? Genau, Mama lenkt das Kind ab während Papa es in aller Eile und unter hohem Adrenalineinsatz "operiert". Wir hatten Spaß! :)

Danach wollten wir mit unseren Kasselern spazieren gehen, was sich als ein recht abenteuerliches Unterfangen entpuppte: es waren -5°C, mit einem eisigen Wind, ich wegen der Schleimbeutelentzündung an Krücken. So dauerte der Spaziergang nicht lange. Aber schöne Bilder ergaben sich.

Danach fuhren wir zu Uki und machten es uns dort gemütlich. Man merkt, wenn einem die Luft langsam ausgeht! Man kann erstaunlicherweise auch zuviel feiern! :P
Abends kamen Chris und seine Freundin Sarah (die schon mit beim Spaziergang waren) ebenfalls, wir saßen bei Sekt und Met die Frauen und bei Met und Cachaca die Männer noch sehr lange zusammen und unterhielten uns.
Am nächsten Tag war es Samstag und Zeit für die Rückreise. Wir frühstückten gemütlich zusammen (ich habe Pfannkuchen gebacken), sorgten dafür, dass Uki wegen Verdacht auf Nierenentzündung zum Arzt ging, verabschiedeten uns und fuhren Richtung Nürnberg. Trotz der zahlreichen Verkehrsmeldungen kamen wir sehr gut durch. Benjamin bekam noch einen Fresskorb nach Hause geliefert und dann waren wir auch schon wieder zu Hause. Erst da merkt man, wie müde man tatsächlich ist. Gestern konnte ich nur noch Film schauen und dann schlafen gehen, der leicht geschwollene Hals schien eine Erkältung anzukündigen. Heute habe ich laaaange geschlafen, ein bisschen (aber bei weitem noch nicht alles) ausgepackt, meinen blattläusebefallenen Salbei und meinen halbtoten Rosmarin auf den Balkon gestellt und gebloggt. Mehr werde ich wohl heute auch nicht tun. Lernen kann (und muss!) ich wieder ab morgen.
Ich wünsche allen eine ebenso schöne Weihnachtszeit, wie ich sie hatte, und für das neue Jahr alles Gute!